Ein Sicherheitsdienst kostet 2026 zwischen 25 und 150 Euro pro Stunde, je nach Einsatzart, Qualifikationsstufe und Region. In Hamburg liegen die Marktpreise rund 30 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Der BDSW-Tarifvertrag ab 01.03.2026 setzt die Untergrenze.
1. Was kostet ein Sicherheitsdienst 2026 im Überblick?
Ein professioneller Sicherheitsdienst schlägt 2026 mit 25 bis 55 Euro netto pro Stunde zu Buche – beim einfachen Objektschutz. VIP-Personenschutz beginnt bei 50 Euro und kann bei spezialisierten Einsätzen deutlich darüber liegen. Wer Angebote unter 24 Euro pro Stunde erhält, sollte aufmerksam werden: Bei diesem Preisniveau lässt sich der BDSW-Tariflohn für Hamburg (15,14 Euro/h ab 01.03.2026) zuzüglich Lohnnebenkosten, Betriebskosten und einer minimalen Marge rechnerisch kaum darstellen. (Quelle: BDSW Tarifübersichten 2026)
Die folgende Übersicht zeigt die typischen Bandbreiten:
| Einsatzart | Stundensatz netto (Hamburg) |
|---|---|
| Objektschutz / Wachschutz | 25–40 € |
| Revierdienst / Baustellenbewachung | 28–45 € |
| Eventschutz / Veranstaltungsschutz | 30–50 € |
| Werkschutz (§34a Sachkundeprüfung) | 35–55 € |
| VIP-Personenschutz / Bodyguard | ab 50 € (bis 150 €) |
Entscheidend ist dabei nicht nur der Stundensatz selbst, sondern was er einschließt: An- und Abfahrtzeiten, Schichtübergaben, Ausrüstung und Zuschläge für Nacht- oder Sonntagsarbeit werden je nach Anbieter unterschiedlich ausgewiesen.
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2. Wie viel kostet ein Sicherheitsdienst pro Stunde?
Der Stundensatz eines Sicherheitsdienstes ergibt sich aus mehreren Schichten: dem Tariflohn des eingesetzten Personals, den Lohnnebenkosten (rund 20–25 Prozent des Bruttolohns), betrieblichen Gemeinkosten sowie der Unternehmensmarge. Eine typische Kostenstruktur im Bewachungsgewerbe sieht so aus: 65 Prozent Personalkosten, 25 Prozent Betriebskosten, 10 Prozent Marge. Wer das versteht, erkennt sofort, warum Dumpingangebote strukturell nicht funktionieren können.
Die detaillierte Preistabelle nach Einsatzart:
| Einsatzart | Stundensatz netto | Typisches Qualifikationsniveau |
|---|---|---|
| Pfortendienst / Empfang | 22–32 € | §34a Unterrichtung |
| Objektschutz Gebäude/Lager | 25–40 € | §34a Unterrichtung |
| Revierdienst / mobile Kontrolle | 28–45 € | §34a Unterrichtung |
| Baustellenbewachung | 28–45 € | §34a Unterrichtung |
| Eventschutz / Türsteher | 30–50 € | §34a Sachkundeprüfung (Pflicht) |
| Werkschutzfachkraft | 35–55 € | §34a Sachkundeprüfung + Fachkunde |
| VIP-Personenschutz | ab 50 € | §34a Sachkundeprüfung + Spezialisierung |
| Executive Protection / Bodyguard | 80–150 € | Spezialausbildung, Erfahrung |
Für einfache Bewachungsaufgaben ohne öffentlichen Verkehr oder risikoreiche Einsatzbereiche genügt die §34a-Unterrichtung (40 Stunden, keine IHK-Prüfung). Für Türsteher, Citystreifen und Bewachung von Einkaufszentren ist die §34a-Sachkundeprüfung (IHK, Durchfallquote rund 60 Prozent) gesetzlich vorgeschrieben – und treibt den Marktpreis entsprechend nach oben. (Quelle: § 34a GewO, Bewachungsverordnung)
Für den Hamburger Hafen, Filmproduktionen und Messebetrieb an der HamburgMesse wird strukturell häufiger Sachkunde-qualifiziertes Personal angefragt als in Flächenregionen. Das erklärt, warum Hamburg-Preise über dem Bundesdurchschnitt liegen – nicht allein wegen des Tariflohns, sondern wegen der Nachfragestruktur.
Die Objektschutz-Kosten im Detail und die Bodyguard-Preise sind in separaten Leitfäden aufgeführt.
3. Welche Faktoren beeinflussen den Stundensatz?
Preis entsteht nicht im Vakuum. Folgende Faktoren wirken sich direkt auf das Angebot aus, das Sie erhalten:
Qualifikationsstufe des Personals
§34a Unterrichtung (40 Stunden Kurs) vs. §34a Sachkundeprüfung (IHK-Prüfung, Pflicht bei Tätigkeiten mit erhöhtem Anforderungsprofil) – der Unterschied liegt bei 20 bis 40 Prozent Aufschlag auf den Marktpreis. Eine Werkschutzfachkraft mit Sachkundeprüfung kostet im Hamburger Markt 2026 typischerweise 35 bis 55 Euro pro Stunde, während eine reine Unterrichtungskraft für einfache Pfortendienste bei 22 bis 32 Euro liegt. (Quelle: Bewachungsverordnung §4)
Einsatzzeit und Zuschläge
Der BDSW-Tarifvertrag Hamburg (gültig ab 01.03.2026, Laufzeit bis 31.12.2027) sieht folgende Zuschläge vor, die Auftragnehmer an Auftraggeber weitergeben:
- Nacht (20–06 Uhr): +15 Prozent
- Sonntag: +50 Prozent (einer der höchsten Zuschläge bundesweit)
- Feiertag: +100 Prozent
Wer an einem Hamburger Feiertag bewachen lässt, zahlt also den doppelten Basissatz plus Lohnnebenkosten.
Laufzeit und Vertragsform
Kurzfristige Einzelbuchungen kosten bis zu 100 Prozent mehr als ein geplanter Jahresrahmenvertrag. Ein Anbieter, der kurzfristig Personal organisieren muss, trägt das disponible Risiko – das spiegelt sich im Preis.
Spezialisierungen und Ausrüstung
- Diensthund-Teams: +15 bis 30 Prozent
- Schutzweste und Funk: +20 bis 50 Euro pro Tag Materialaufschlag
- Brandschutzbeauftragter oder Ersthelfer-Qualifikation: +15 bis 25 Prozent
- Mehrsprachige Kräfte (z. B. für internationale Messeauftritte): +20 Prozent
- Fahrzeug für Revierdienst: separat berechnet, meist 0,40–0,60 Euro/km oder Tagespauschale
Mindestlohn-Untergrenze
Der BDSW-Tariflohn für Hamburg ab 01.03.2026 gilt allgemeinverbindlich für das gesamte Bewachungsgewerbe – also auch für Unternehmen ohne BDSW-Mitgliedschaft. Objektschutz: 15,14 Euro/h, Revierwache: 15,32 Euro/h, Werkschutzfachkraft: 16,77 Euro/h. Das ist die Untergrenze für den Arbeitnehmer. Der Marktpreis liegt deutlich darüber. (Quelle: Coredinate Tariflöhne Sicherheitsmitarbeiter 2026)
4. Was kostet ein Sicherheitsdienst pro Monat?
Monatliche Retainer-Verträge sind für beide Seiten vorteilhaft: Der Auftraggeber erhält planbare Kosten und oft einen günstigeren Stundensatz, der Anbieter kann Personal langfristig einplanen. Die folgende Tabelle zeigt realistische Monatspauschalen für Hamburg:
| Leistungsumfang | Kosten/Monat (netto) |
|---|---|
| Revierdienst (1 Kraft, 3 Std./Tag, Mo–Fr) | ca. 700–900 € |
| Empfangsdienst (Mo–Fr, 8–18 Uhr) | 5.500–7.500 € |
| Nachtbewachung (7 Nächte, je 10 Std.) | 8.000–12.000 € |
| Werkschutz (2 Kräfte, 12 h/Tag) | ca. 18.000–22.000 € |
| 24/7 Objektschutz (mehrere Schichten) | bis 40.000 € |
Beispielrechnung Werkschutz Hamburg: 2 Kräfte × 12 Stunden × 30,5 Tage = 732 Schichtstunden. Bei 35 Euro netto/Stunde ergibt das 25.620 Euro netto – im unteren Marktbereich, ohne Zuschläge für Nacht- oder Wochenenddienst. Realistisch landet ein 24/7-Betrieb mit zwei Kräften eher bei 28.000 bis 35.000 Euro monatlich.
Ein Jahresvertrag sichert Personalstabilität – dasselbe Team kennt die Liegenschaft, Abläufe und Ansprechpartner. Kurzfristig wechselndes Personal bedeutet immer auch Einarbeitungsaufwand und erhöhte Fehlerquote.
Zu beachten: Die obigen Zahlen gelten als Nettowerte ohne Mehrwertsteuer. Für die Budgetplanung addieren Sie 19 Prozent. Bei gemeinnützigen Trägern oder bestimmten Behörden kann die Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer abgezogen werden – in diesem Fall sind die Bruttokosten der relevante Planungswert.
Für viele Betriebe ist eine monatlich abgerechnete Kombination aus stationärem Dienst und mobilem Revierdienst sinnvoll: An Wochentagen Pforte, nachts und am Wochenende Revierfahrten. Diese Hybridlösung spart gegenüber rein stationärer Rundumbewachung in der Regel 30 bis 50 Prozent der Monatspauschale bei vergleichbarer Sicherheitswirkung.
5. Wie unterscheiden sich Tarifvertrag, Mindestlohn und Marktpreis 2026?
Viele Ausschreibungen verwechseln Tariflohn mit dem Preis, den ein Auftraggeber zahlt. Das sind zwei verschiedene Größen.
BDSW-Tarifvertrag Hamburg (in Kraft ab 01.03.2026, zweistufig bis 31.12.2027):
| Tätigkeitsgruppe | Tariflohn ab 01.03.2026 | Tariflohn ab 01.01.2027 |
|---|---|---|
| Objektschutz (einfache Bewachung) | 15,14 €/h | +3,65 % (ca. 15,69 €/h) |
| Revierwache | 15,32 €/h | +3,65 % (ca. 15,88 €/h) |
| Werkschutzfachkraft / Fachkraft S&S | 16,77 €/h | +3,65 % (ca. 17,38 €/h) |
Der Erhöhungspfad ist zweistufig: 2026 +3,5 bis 3,7 Prozent, 2027 weitere +3,65 Prozent. Wer heute einen Mehrjahresvertrag abschließt, sollte die Anpassung ab 2027 einkalkulieren. (Quelle: BDSW Tarifübersichten 2026)
Der Tarif gilt allgemeinverbindlich – auch für Unternehmen ohne Verbandsmitgliedschaft, per Allgemeinverbindlicherklärung nach §5 TVG.
Marktpreis vs. Tariflohn: Der Tariflohn ist die Vergütung, die der Arbeitnehmer mindestens erhält. Der Marktpreis, den der Auftraggeber zahlt, ist der Tariflohn zuzüglich Sozialabgaben (Arbeitgeberanteil ~20 %), Urlaub, Krankheitskosten, Verwaltung, Haftpflichtversicherung, Ausrüstung und Unternehmensgewinn. Resultat: Aus 15,14 Euro Tariflohn werden am Markt 25 bis 40 Euro Stundensatz.
Ost-West-Gefälle: Brandenburg liegt 2026 bei 17,65 Euro/h für Werkschutzfachkräfte, NRW bei 22,28 Euro/h. Hamburg befindet sich im mittleren Segment der Bundesländer – strukturell aber durch Hafenbetrieb und Filmwirtschaft mit überdurchschnittlicher Nachfrage nach qualifiziertem Personal.
Was der Marktpreis wirklich enthält
Nehmen wir einen konkreten Kalkulationspfad: Tariflohn Objektschutz Hamburg 15,14 Euro/h. Arbeitgeberanteil Sozialversicherung ca. 20 Prozent → 3,03 Euro. Urlaub und Krankheitskosten anteilig ca. 15 Prozent → 2,27 Euro. Damit liegt der reine Personalvollkostensatz bereits bei rund 20,44 Euro/h. Dazu kommen Verwaltungskosten, Ausrüstung, Fahrzeuge, Haftpflichtversicherung und die Unternehmensgewinnmarge (branchenüblich 8–12 Prozent). Das Ergebnis: ein marktfähiger Stundensatz von 25 bis 32 Euro für einfachen Objektschutz. Wer weniger verlangt, kalkuliert entweder mit Unterqualifikation oder Tarifunterschreitung – beides ist ein unkalkulierbares Risiko für den Auftraggeber.
Für den Vergleich zwischen Bundesländern sind die aktuellen Tariflohn-Tabellen auf der Coredinate Tarifübersicht aufbereitet.
6. Welche Kosten sind branchenspezifisch?
Jede Einsatzform hat ihre eigene Kalkulation. Nachfolgend die wichtigsten Sparten mit Querverweis auf die jeweiligen Detailseiten:
Objektschutz und Wachschutz – Gebäude, Lagerhallen, Industrieanlagen. Standardeinsatz, meist §34a-Unterrichtung ausreichend. Kosten: 25–40 Euro/h. Detaillierte Preise: Objektschutz-Kosten im Detail
Personenschutz und Bodyguard – VIP-Absicherung, Unternehmensschutz, Reisebegleitung. Sachkundeprüfung Pflicht, oft Speziallehrgänge zusätzlich. Ab 50 Euro/h, bei Langzeit-Executive-Mandaten deutlich darüber. Bodyguard-Preise und CEO-Schutz separat erklärt.
Baustellenbewachung – Nacht- und Wochenendbewachung offener Baustellen. Revierdienst oder stationär, je nach Gefährdungsprofil. Kosten: 28–45 Euro/h. Baustellenbewachung
Eventschutz – Veranstaltungen, Konzerte, Firmenfeiern. §34a Sachkundeprüfung für Einlasskontrolle gesetzlich vorgeschrieben. Kosten: 30–50 Euro/h. Vorteil: klare Laufzeit, kein langfristiger Rahmenvertrag nötig. Eventschutz
Executive Protection / CEO-Schutz – Reiseschutz, Langzeitbegleitung, Threat Assessment. Höchste Qualifikationsstufe, oft internationale Einsätze. Ab 80 Euro/h. CEO-Schutz
Für einen strukturierten Überblick, wie die Leistungsarten ineinandergreifen, empfiehlt sich vorab ein Sicherheitskonzept erstellen zu lassen – das senkt langfristig die Kosten durch passgenauen Einsatz.
Die Wahl des richtigen Modells hängt weniger von der Betriebsgröße ab als vom Gefährdungsprofil: Ein kleines Juwelierfachgeschäft in Hamburg-Innenstadt kann ein deutlich höheres Bewachungsbudget rechtfertigen als ein großes Bürogebäude mit Pfortendienst und modernem Zugangssystem. Deshalb ist eine individuelle Risikoanalyse der Ausgangspunkt vor jeder Beauftragung – nicht das Budget. Eine professionell erstellte Gefährdungsbeurteilung zeigt, welche Leistungsbausteine tatsächlich erforderlich sind und welche überdimensioniert wären. Das schützt vor Über- und vor Unterversicherung gleichermaßen.
7. Wann lohnt sich ein Sicherheitsdienst wirtschaftlich?
Die Frage lautet nicht: "Kann ich mir einen Sicherheitsdienst leisten?" Sondern: "Was kostet mich das Risiko, auf ihn zu verzichten?"
Break-even-Logik: Nehmen wir einen Hamburger Lagerbetrieb mit einem statistischen Einbruchsschaden von 15.000 Euro pro Jahr (Sachschaden, Warenverlust, Betriebsunterbrechung). Ein Revierdienst mit täglicher Kontrolle kostet 700 bis 900 Euro im Monat – also 8.400 bis 10.800 Euro jährlich. Schon bei einer Einbruchswahrscheinlichkeit von 70 Prozent rechnet sich der Dienst. Realistisch ist in exponierten Hamburger Industriegebieten eine deutlich höhere Gefährdungswahrscheinlichkeit.
Versicherungsrabatte: Viele Gewerbeversicherer gewähren Beitragsnachlässe, wenn ein nachgewiesenes Sicherheitskonzept mit professionellen Bewachungsmaßnahmen vorliegt. Das reduziert den Nettoaufwand weiter. Details zur Planungsgrundlage: Sicherheitskonzept erstellen lassen
Haftungsrisiko: Wird bei einem Schadensfall nachgewiesen, dass ein Auftraggeber keine angemessenen Sicherheitsmaßnahmen getroffen hat, kann das Organisationsverschulden begründen. Ohne §34a-qualifiziertes Personal – bei gesetzlich vorgeschriebenen Tätigkeiten – sind zudem Bußgelder möglich. (Quelle: § 34a GewO)
Personalschutz als Arbeitgeberpflicht: Unternehmen mit exponierter Führungsebene (Vorstand, Eigentümer) haben aus dem Arbeitsschutzrecht heraus eine Pflicht zur Gefährdungsbeurteilung. Executive Protection ist damit nicht nur Luxus, sondern Teil der unternehmerischen Sorgfaltspflicht.
Konkrete Zahlen aus dem Hamburger Markt
Ein mittelständisches Logistikunternehmen im Hamburger Hafengebiet, das 2024 auf einen Revierdienst verzichtet hat, meldete binnen 18 Monaten drei Einbrüche mit einem Gesamtschaden von knapp 42.000 Euro. Die nachträglich eingeführte Bewachung – zwei Revierfahrten pro Nacht plus Wochenendbewachung – kostet 1.100 Euro monatlich. Bezogen auf den dokumentierten Schadenzeitraum hätte das eine Einsparung von rund 23.000 Euro bedeutet, der Folgeschaden durch Betriebsunterbrechung nicht eingerechnet.
Das ist kein Einzelfall. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) beziffert den durchschnittlichen Einbruchschaden im Gewerbebereich auf 11.000 bis 18.000 Euro pro Fall – und das ohne Produktionsausfall oder Reputationsschaden.
Unsicher, ob sich der Einsatz wirtschaftlich lohnt? → Sicherheitskonzept erstellen lassen
8. Wie holt man rechtssichere Angebote ein?
Wer mehrere Angebote vergleicht, stößt schnell auf große Preisunterschiede. Damit der Vergleich aussagekräftig wird, brauchen alle Angebote dieselbe Grundlage. Fünf Schritte:
Schritt 1: Anforderungsprofil definieren Einsatzart, Anzahl der Kräfte, Stunden pro Tag und Woche, erforderliche Qualifikation (Unterrichtung oder Sachkundeprüfung), besondere Anforderungen (Diensthund, Fahrzeug, Mehrsprachigkeit). Ohne klares Anforderungsprofil sind Angebote nicht vergleichbar.
Schritt 2: Mindestens drei Angebote einholen Vergleichen Sie nicht nur den Stundensatz, sondern auch: Sind Zuschläge für Nacht, Sonn- und Feiertage bereits enthalten? Welche Ausrüstung ist im Preis inbegriffen? Wie werden Krankheitsausfälle vertretungsweise abgedeckt?
Schritt 3: §34a-Nachweise prüfen Fordern Sie Nachweise über die Qualifikation des eingesetzten Personals an. Unterschied: Unterrichtungsnachweis (Kursbesuch, 40 Stunden) vs. IHK-Sachkundeprüfung (Prüfungszeugnis). Für Einsätze, die die Sachkundeprüfung erfordern, ist die bloße Unterrichtung rechtlich nicht ausreichend. (Quelle: § 34a GewO)
Schritt 4: Tarifliche Mindestlohnuntergrenzen kennen Hamburg: Objektschutz 15,14 Euro/h ab 01.03.2026. Angebote deutlich darunter deuten auf Tariflohnverstöße oder mangelnde Qualifikation hin. Beides ist ein Ausschlusskriterium. (Quelle: BDSW Tarifübersichten 2026)
Schritt 5: Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen klären Kurzfristige Kündigungsfristen (unter vier Wochen) ermöglichen Flexibilität. Jahresverträge bieten Preissicherheit. Beides hat seinen Platz – abhängig davon, ob der Bedarf dauerhaft oder projektbezogen ist. Fragen Sie auch nach der Preisanpassungsklausel für die Tarifrunde 2027.
Der Preisrechner von CESAR Security gibt eine erste Orientierung für konkrete Einsatzprofile. Für individuelle Bewachungsaufgaben empfiehlt sich eine direkte Anfrage. Kriterien für die Auswahl des richtigen Anbieters: Sicherheitsdienst beauftragen — Kriterien
Angebote rechtssicher auswerten
Sobald Sie mehrere Angebote vorliegen haben, lohnt ein strukturierter Vergleich. Stellen Sie sicher, dass jedes Angebot dieselbe Schichtlänge, dieselben Zuschlagsregeln und denselben Qualifikationsnachweis abbildet. Ein Angebot mit 28 Euro/h ohne Nachtbewachung ist teurer als ein Angebot mit 32 Euro/h inklusive aller Zuschläge, wenn der Einsatz hauptsächlich nachts stattfindet. Lassen Sie sich vom Anbieter die Tarifklausel im Vertrag zeigen – seriöse Sicherheitsunternehmen in Hamburg weisen den BDSW-Tarif als Berechnungsgrundlage aus und nennen die Preisanpassungsklausel für die Tarifrunde 2027 explizit.
Geschrieben vom CESAR Security Team – IHK-zertifizierter Sicherheitsdienst in Hamburg, spezialisiert auf Bewachung, Personenschutz und individuelle Sicherheitskonzepte.
TL;DR – die drei wichtigsten Punkte:
- Sicherheitsdienst kostet 2026 in Hamburg 25–55 Euro/h netto (Objektschutz bis Werkschutz), ab 50 Euro/h für Personenschutz.
- Der BDSW-Tarifvertrag Hamburg ab 01.03.2026 gilt allgemeinverbindlich – Angebote unter 24 Euro/h sind ein Warnsignal.
- Qualifikationsstufe (§34a Unterrichtung vs. Sachkundeprüfung) und Einsatzzeit (Nacht/Sonntag bis +50 %) bestimmen den Preis entscheidend mit.
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9. FAQ: Häufige Fragen zu Sicherheitsdienst-Kosten
Was kostet ein Sicherheitsdienst pro Stunde in Deutschland 2026?
Im bundesweiten Durchschnitt liegt der Stundensatz für einfachen Objektschutz bei 22 bis 38 Euro netto. Hamburg und andere Großstädte mit hohem Lohnniveau und starker Nachfrage nach qualifiziertem Personal (Sachkundeprüfung) liegen rund 30 Prozent darüber. Bundesweit günstigere Regionen wie Teile Ostdeutschlands beginnen bei 20 bis 28 Euro.
Was kostet ein Sicherheitsdienst pro Monat?
Je nach Leistungsumfang liegt die Bandbreite weit auseinander: Ein einfacher Revierdienst (3 Stunden/Tag, Mo–Fr) kostet rund 700 bis 900 Euro monatlich. Vollzeit-Werkschutz mit zwei Kräften im 12-Stunden-Betrieb liegt bei 18.000 bis 22.000 Euro. Für größere Industrieobjekte mit 24/7-Abdeckung sind bis zu 40.000 Euro monatlich realistisch.
Wie viel kostet ein Bodyguard für einen Tag?
Ein professioneller Personenschutz mit §34a-Sachkundeprüfung und Spezialisierung auf Executive Protection kostet in Deutschland 600 bis 1.500 Euro pro Tag (8–12 Stunden), in Hamburg für internationale Einsätze und besondere Sicherheitslagen auch mehr. Reise- und Übernachtungskosten kommen hinzu. Detaillierte Aufschlüsselung: Bodyguard-Preise
Welche Faktoren beeinflussen den Preis eines Sicherheitsdienstes am stärksten?
Die größten Preistreiber sind: Qualifikationsstufe des Personals (Unterrichtung vs. Sachkundeprüfung, Differenz 20–40 %), Einsatzzeit (Sonntagszuschlag +50 %, Feiertagszuschlag +100 % in Hamburg), Laufzeit (kurzfristig bis +100 % teurer als Jahresvertrag) und Spezialisierung (Diensthund, Brandschutz, Mehrsprachigkeit).
Was kostet Security für eine Veranstaltung?
Für eine mittlere Firmenveranstaltung (100–200 Personen, 4 Stunden, Hamburg) sind 3 bis 5 Kräfte üblich. Gesamtpreis: 600 bis 1.500 Euro netto. Bei größeren Konzerten oder Festivals mit Bühnennähe und strengen Auflagen steigen die Kosten proportional mit Kopfzahl und Risikoprofil. Eventschutz gibt einen Überblick über die Leistungsbausteine.
Warum sind Angebote unter 24 Euro pro Stunde problematisch?
Unter 24 Euro/h lässt sich bei Hamburger Marktbedingungen (Tariflohn 15,14 €/h + Sozialabgaben ca. 20 % + Krankheitskosten + Verwaltung + Versicherung + Marge) rechnerisch keine legale Kalkulation darstellen. Solche Angebote deuten auf Tariflohnunterschreitung, mangelnde Qualifikation oder fehlende Haftpflichtversicherung hin – mit direkten Risiken für den Auftraggeber.
Was ist der Unterschied zwischen §34a Unterrichtung und Sachkundeprüfung?
Die §34a-Unterrichtung ist ein 40-stündiger Kurs ohne Abschlussprüfung – Grundvoraussetzung für Bewachungstätigkeiten. Die §34a-Sachkundeprüfung ist eine IHK-Prüfung mit schriftlichem und mündlichem Teil, Durchfallquote rund 60 Prozent, und gesetzlich Pflicht für bestimmte Tätigkeiten (Türsteher, Citystreifen, Bewachung von Aufnahmeeinrichtungen). Der Marktpreisunterschied liegt bei 20 bis 40 Prozent.
Was kostet ein Sicherheitsdienst mit Diensthund?
Hundeführer-Teams kosten 15 bis 30 Prozent mehr als vergleichbare Kräfte ohne Hund. Für nächtliche Baustellenbewachung oder weitläufige Industriegelände ist der Aufschlag oft gerechtfertigt: Ein Hund deckt ein Gelände ab, für das sonst zwei stationäre Kräfte nötig wären.
Lohnt sich ein Jahresvertrag mit einem Sicherheitsdienst?
Ja, in den meisten Fällen. Jahresrahmenverträge bieten: kalkulierbaren Stundensatz (5–15 % unter Spotpreis), festes Personal das die Liegenschaft kennt, einfachere Einsatzplanung und Preissicherheit gegenüber Tarifrunden. Einzige Ausnahme: projektbezogener Bedarf unter drei Monaten, wo Flexibilität mehr wert ist als Kostenoptimierung.
Was sind versteckte Kosten beim Sicherheitsdienst?
Häufig nicht im Angebot sichtbar: Anfahrtszeiten (werden oft ab Depot berechnet), Schichtübergaben (30 Minuten pro Wachablösung), Ausrüstungspauschalen (Funk, Schutzweste, Taschenlampe), Mindestschichtlänge (manche Anbieter berechnen mindestens 4 oder 8 Stunden auch bei kürzeren Einsätzen) sowie die Tarifrunde 2027 als Preisanpassungsklausel im Mehrjahresvertrag.

